Judotraining und Gesundheit

Judo führt – obwohl eine olympische Sportart – in der Öffentlichkeit eher ein Schattendasein. Gerät Judo dann doch einmal in die Schlagzeilen, dann in der Regel wegen eines großen Erfolges deutscher Judoka bei einem großen Turnier.

Judo selbst wird leider von vielen die den Sport nicht wirklich kennen zuerst mit einem hohen Verletzungsrisiko in Verbindung gebracht. Dem ist natürlich nicht so! Klar, Judo ist ein Kampfsport und keine Kissenschlacht. Aber dieser Kampfsport wird nach klar definierten Regeln und Rahmenbedinungen ausgeübt. Dadurch wird das Verletzungsrisiko soweit als möglich minimiert. Im Übrigen ist in den Trendsportarten Fußball und Handball  die Verletzungshäufigkeit um ein Vielfaches höher als im Judo. Und im Judo haben Sie auch nach 50 Jahren Training keine massiven Degenerationserscheinungen der Knochen und Gelenke!   

Judo bietet vielfältige Vorteile etwa Hinblick auf eine gesunde Entwicklung des Haltungs- und Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen, aber auch der Prävention bei Erwachsenen.

Das Judotraining bietet viele Vorteile, die der frühere Vizepräsident des Deutschen Judo-Bundes, Ralf Pöhler, in einem Workshop des DJB einmal so zusammenfasste:

1. Da wäre zum ersten ein relativ großer, allgemeiner Gymnastikteil zu nennen, der in fast allen Gruppen vor allem mit Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt wird. Er dient als Vorbereitung auf die kommende Belastung (Check- und Prüffunktion) und als Kräftigung und Beweglichmachung des Organismus (Schutzfunktion).

2. Judo wird in der Standarbeit durch vielfältige Zug- und Schubbewegungen bestimmt, die eine Stabilisierung des Rumpfes erforderlich machen. In der Bodenarbeit werden Wälz- und Rollbewegungen eingesetzt; das Zusammenspiel von Extremitäten und Arbeit der Rumpfmuskulatur gefordert. Es kommt also nicht von ungefähr, Judo mit dem Schlagwort “Rückenschule” in Verbindung zu bringen, obwohl die Partnereinwirkung ein Üben wie im gesundheitsorientierten Sport zunächst von der Sache her unmöglich macht.

3. Judo fordert und fördert die Koordination und hier vor allem die Gleichgewichtsfähigkeit, was für Kinder und Erwachsene gleichermaßen wichtig ist. Viele Schulweg-Unfälle sind Folge mangelnder Koordinationsfähigkeit, viele Unfälle im Alltag ebenso.

4. Judo-Training macht schon beim ersten Hinschauen zahlreiche Angebote, die dem Schutz vor oder der Bewältigung von Alltagsbelastungen dienlich sein können. Durch Judo lässt sich vor allem Selbstsicherheit im Alltag gewinnen, denn wer eine bessere Koordination hat, stellt sich geschickter an; wer fallen kann, hat weniger Angst usw.. Durch Judo lassen sich durch vielfältige Boden- und Partnerübungen motorische Defizite vor allem bei Kindern und Jugendlichen ausgleichen.

Dass Kinder, die Kampfsportarten trainieren, besser gegen Haltungsschwächen gewappnet sind, hat auch die Aktion Kidcheck, eine saarländische Initiative von Ärzten, Biologen, Sportwissenschaftlern und Pysiotherapeuten, herausgefunden. Den entsprechenden Artikel können Sie hier nachlesen.

Aber genug der Worte – Übung macht bekanntlich den Meister und vorher muss man ausprobieren ob das wir hier erzählen auch stimmt. Testen sie uns oder lassen Sie Ihre Kinder ins Judotraining. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

In unserem Training finden Sie Judokas von 4 Jahren bis 65 Jahren!

Sie und Ihre Kids sind uns jederzeit herzlich willkommen!

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